Ein Ritual für produktive Tage und erholsame Nächte

stärker werden. besser fühlen.
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Seit einiger Zeit praktiziere ich ein Ritual, das ebenso einfach wie wirkungsvoll ist.
Ich schiebe durch dieses Ritual weniger auf und gehe motivierter und dankbarer durch den Tag. Es gibt mir einen positiven Schub, um dem Tag auf dem richtigen Fuß zu begegnen. Abends schlafe ich schneller ein und häufiger durch. Und wenn ich doch mal nachts aufwache, fällt es mir wesentlich leichter, wieder einzuschlafen.

 

Der Hintergrund für mein Ritual

Ganz einfach – es ist bewiesen, dass unsere Gedanken sich stark auf die Hormonproduktion auswirken. Und dass die Hormonproduktion über unseren Stress, unser Glück und unsere Schlafqualität bestimmen, ist auch ein alter Hut.

Die Aufforderung, deswegen einfach positiv zu denken fand ich zwar immer logisch, aber noch nie besonders hilfreich. Das krampfhafte Aufrechterhalten von Positivität fällt mir schwer, weil das nicht authentisch ist. Ein wichtiger Teil des Lebens geht dadurch verloren, denn auch Schmerz, Trauer, Wut etc. haben ihren Platz.

Die Idee ist übrigens uralt. Zum Nachmachen inspiriert hat mich der renommierte Fitnesscoach Charles Poliquin, der das ganze „Grateful Log“ nennt. Er benutzt die Technik hauptsächlich, um die Schlafqualität zu verbessern.

 

Das Morgenritual

Um meinen Tag in ideale Bahnen zu lenken, schreibe ich kurz auf ein Blatt:

  • Wofür bin ich heute besonders dankbar?
    Ich halte es dabei sehr simpel. Oft sind es die „selbstverständlichen“ Dinge, die die größte Dankbarkeit verdienen.
  • Worauf will ich heute Abend, wenn ich im Bett liege, stolz sein?
    Diese Frage ist für mich der absolute Ausreden-Killer. Sie verwandelt Dinge, die ich nicht gerne mache und eigentlich aufschieben würde in Gelegenheiten, um abends stolz auf mich zu sein! 🙂

 

Das Abendritual

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Gedanken unsere Schlafqualität bestimmen, die wir bis ca. 15 Minuten vor dem Einschlafen haben – also schreibe ich auf:

  • Wem habe ich heute geholfen?
    Der positive Rückblick auf den Tag erzeugt ein gutes, zufriedenes Gefühl. Gleichzeitig freue ich mich auf den nächsten Tag, um noch mehr zu machen, das ich abends aufschreiben kann.
  • Wer hat mir heute geholfen?
    Jede schöne Begegnung und nette Geste zählt!
  • Was habe ich heute gelernt?
    Egal ob fachlich, persönlich oder sonst wie. Ein Tag mit Lernerfahrung ist ein guter Tag. Und eine Lernerfahrung, die man sich als solche bewusst gemacht hat, geht viel eher in Fleisch und Blut über.

Nach meinem Ritual gehe ich ins Bett und schlafe schnell und mit gutem Gefühl ein.

 

Mit diesem „Grateful-Log“ schlafe ich um einiges besser

Und das interessanteste: wenn ich aufwache, habe ich immer noch ein ähnlich gutes Gefühl, wie beim Einschlafen! Das hilft mir nachts, um sofort wieder gelassen weiterzuschlafen und es hilft mir morgens, um gut gelaunt aufzustehen!

Meistens verwende ich für Morgen- und Abendfragen insgesamt eine A4-Seite. Das ist ein Umfang bzw. Zeitaufwand, den ich leicht aufrechterhalten kann.

 

Der zusätzliche Mehrwert des Rituals

Neben der besseren Schlafqualität und der gesteigerten Produktivität dienen diese Fragen auch als kleiner Reality-Check.
Wenn mir dazu nichts einfällt habe ich einen konkreten Anhaltspunkt, um am nächsten Tag etwas zu verändern. Wenn ich z.B. niemanden nennen kann, der mir in irgendeiner Art geholfen hat, kann ich mich fragen, ob ich genug Begegnungen mit anderen zulasse,…

Viel Spaß beim Ausprobieren! Ich freue mich, von deinen Erfahrungen und alternativen Fragestellungen zu hören!

Michael